Dänemark, Deutschland 25.08. - 06.08.2019

Die Fähre nach Dänemark legt pünktlich um acht Uhr ab. Ein letzter Blick zurück auf Kristiansand und die vielen, kleinen, vorgelagerten Inseln. Es zeigt sich keine Wolke am Horizont, wahrscheinlich wird es ein recht warmer Tag heute. Hätte es nicht die letzten Wochen auch so sein können? Dank der Klimaanlage ist es zapfig kalt im Innenraum und außen bläst ein so ein kräftiger Wind, dass sich kaum jemand raus wagt. Aber wir sind eh so müde, so dass wir von den dreieinhalb Stunden das meiste verschlafen. Von Hirtshals wollen wir heute nicht mehr so weit fahren und steuern einen Parkplatz beim zur Zeit wohl berühmtesten Leuchtturm des Landes an. Den Rubjerg Knud Fyr. Berühmt deshalb, weil er nur mehr acht Meter von der steilen Abbruchkante entfernt steht und nun 80 Meter weit ins Landesinnere mit Hilfe von extra verlegten Schienen umziehen muss. Ende Oktober findet das große Spektakel statt. Kaum auszudenken wie viele Leute es dann hierher verschlägt, wenn heute schon der Parkplatz mehr als gut belegt ist. Bei für uns ungewohnt hohen Temperaturen stapfen wir die Dünen hinauf, schauen über die wirklich steile Kante, von der die Fluten jedes Jahr ein Stückchen wegnehmen. Verschwitzt fahren wir dann weiter nach Blokhus, wo es einen kleinen Badesee mit einem verstecktem Miniparkplatz und eine kleinen Badestrand gibt. Da können wir es mit einem Buch und ab und zu einer Schwimmeinlage im erfrischenden Wasser sehr gut aushalten.

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Norwegen 07.08. - 24.08.2019

Da direkt am Parkplatz der Finnskogveden vorbeigeht und wir auch dringend mal wieder etwas Auslauf brauchen, gehen wir auf dem schmalen Pfad hinauf bis zu einem wunderschön gelegenen See mit einer Unterstandshütte. Da die Wacholder- und Blaubeersträucher schwer vom Regen dicht über dem Weg hängen, sind wir schon bald bis zu den Knien nass. Aber egal, wir sehen viele Elchspuren und Hinterlassenschaften und wir haben ja die Hoffnung einen Elch zu sehen noch nicht aufgegeben. Aber wird wieder nix! Kaum an der Hütte angekommen, spüren wir schon die ersten Tropfen, also drehen wir um und schaffen es dem Regen davonzulaufen. Auf der Weiterfahrt entlang großer Getreidefelder und einem Kartoffelfeld nach dem anderen, machen wir an einer aufgegebenen Sprungschanze Pause, bevor wir in Hamar am Spätnachmittag beim Freilichtmuseum ankommen.  Hier sind über 60 Gebäude in einem großen Park am Ufer des Mjøsasees aufgestellt. Und das Beste: es kostet keinen Eintritt! Vor dem nächsten Schauer besichtigen wir einige der wirklich schönen Häuser und staunen über die gewaltige Glaskonstruktion, die sich über die Ruine der ehemaligen Domkirche spannt. Einen Vorteil hat das schlechte Wetter: es geht niemand zum Baden, so dass wir auf dem Parkplatz vom Badestrand noch einen guten Platz zum Schlafen finden. 

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Schweden 27.07. - 06.08.2019

Komischerweise hat der See über Nacht ganz schön abgekühlt, so dass das morgendliche Bad etwas kürzer ausfällt, aber es hat gut getan wie immer. Wir starten erst mal nach Särna zum Einkaufen und danach in den westlich gelegenen Nationalpark Fulufjället. Ohje, der große Parkplatz ist fast total belegt. Nur mit Mühe finden wir noch einen Platz für den LKW, an dem man auch die Leiter rausziehen kann. Vorbei an einem „Badeplatz für Hunde“ schauen wir uns zuerst das Naturum an, ein modernes Holzgebäude, in dem vor allem für Kinder die Flora und Fauna des NP anschaulich erklärt werden. Ja, auch wir haben viel dazu gelernt. Anschließend gehen wir die Wasserfallrunde, ein ca. vier Kilometer langer sehr gut ausgebauter Wanderweg zu Schwedens höchstem Wasserfall mit gut 90 m Fallhöhe. Ich weiß nicht, wo die ganzen Leute vom Parkplatz abgeblieben sind, hier sind sie auf jeden Fall nicht. Klar, hinten am Wasserfall stehen schon einige rum, aber wir haben es uns schlimmer vorgestellt. Wir machen ein paar Fotos, doch leider steht die Sonne recht ungünstig. Beim Rückweg entdecken wir alte, z. T. abgestorbene, Kiefern, deren Stamm ganz ins sich verdreht ist.  Hmm, ich habe mir wohl irgendwelche Darmbakterien oder -viren eingefangen, so dass wir nur mehr wenige Kilometer zu einen Stellplatz am Fluss fahren mit einem ordentlichen Toilettenhäuschen! Das ist nun mein bevorzugter Aufenthaltsort für den Rest des Tages, während es sich Wolfgang im lichten Schatten der Kiefern gut gehen lässt.

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Schweden 15.07. - 26.07.2019

Um halb drei nach „alter“ Zeit sind wir heute erst ins Bett gekommen. Kein Wunder, dass wir erst um elf Uhr schwedischer Zeit aufstehen. Und der Regen, der auch schon die Restnacht aufs Dachfenster getrommelt hat, animiert auch nicht gerade zum Aufbruch. Um Vorwärtszukommen fahren wir auf der Schnellstraße Richtung Süden über Örnsköldsvik an die Höga Kusten. Diese, auf deutsch Hohe Küste, wird so genannt, weil hier sich hier im Gegensatz zum finnischen Gegenüber die Küstenberge auf gute 200 Meter erheben. Zudem findet eine Landhebung statt und zwar um beachtliche 8 - 10 mm pro Jahr. Wir merken uns schon vor, dass wir in ca. 2000 Jahren keine Fähre mehr brauchen um von Finnland nach Schweden zu gelangen. An einem kleinen Badestrand mit schon gewohnter Ausstattung richten wir uns ein. Gut, dass Wolfgang sofort das Feuer entfacht, so werden unsere Würstel noch vor dem nächsten Regenguss fertig!

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Finnland 29.06. - 14.07.2019

An unserem ersten Morgen in Finnland haben wir verschlafen! Aber das darf auch mal sein. Über Joensuu, wo wir noch wichtige Dinge wie Brezen beim Lidl kaufen, geht es über eine Schnellstraße, die wir uns heute gönnen, etwas nördlich in den Koli-Nationalpark. Bis jetzt war immer blauer Himmel und angenehme 21°, doch kaum parken wir an einem Parkplatz am Ufer des Pielinen-Sees bei einem Skilift ein, wird es grau und es fängt zu regnen an. Da wir aber schon auf Bewegen eingestellt sind, ziehen wir regendichte Klamotten an und packen noch die Schirme ein. Um halb fünf marschieren wir los. Für die gesamte Runde brauchen wir dann doch dreieinhalb Stunden. Es geht immer wieder steil hinauf, dann wieder steil runter u.s.w. Während sich unser Mückenspray im Auto ausruht, verlieren wir leider im Kampf gegen diese Biester. Wir überschreiten diverse Koli, kommen an Grill- und Unterstandsplätzen vorbei, gehen über Bohlen durch morastigen Grund. Die tolle Aussicht von den felsigen „Gipfeln“ können wir nur erahnen. Der Ukko-Koli mit 347 m ist die höchste Erhebung von Nordkarelien. Für uns geht es nun nur noch bergab. Trotz der vielen Mückenstiche und immer wieder ein bisschen Regen war es eine tolle Wanderung.

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