Italien 01.01. - 19.01.2020

Nach einem unspektakulären Jahreswechsel beginnen wir das neue Jahr gleich mit einer Wanderung, die auf der Karte mit Nummer versehen ist und auch als markiert angegeben ist. Doch das stellt sich als Trugschluss raus. Wir finden zwar dank des Handys den Weg, doch der wird immer undurchdringlicher - die Machete haben wir im LKW gelassen - und hört dann irgendwann ganz auf. Wir folgen zuerst noch alten Tierspuren. Doch dann geben wir genervt auf und stolpern durch unwegsames Gelände wieder runter in die Ortschaft. Kein Mensch ist zu sehen, die Sonne verirrt sich auch nicht mehr in die engen Gassen und so schauen wir, dass wir zum Hiasl kommen, wo wir gleich mal die Heizung aufdrehen, damit wir wieder warm werden. Immerhin haben wir uns drei Stunden bewegt und das am ersten Januar!

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Italien 11.12. - 31.12.2019

Endlich wieder unterwegs! Nachdem wir den Herbst mal wieder für wichtige Arbeiten am LKW, wie den Einbau einer Trockentrenntoilette von Nature’s Head und dem Abarbeiten der Mängelliste von der Dekra - der Prüfer war diesmal aber auch ein richtiger Vollpfosten -  genutzt haben, hatten wir aber auch Zeit für Familie, allen voran für die Hochzeit unserer Tochter! Danach kämpften wir beide längere Zeit mit einer hartnäckigen Grippe und so verschob sich der Abfahrtstermin immer weiter nach hinten. Da wir aber spätestens Ende Februar wieder zu Hause sein wollen, denn ein paar Skitouren müssen schon sein, streichen wir die tunesische Option und sehen uns mal Italien im Winter und ohne andere Touristen an.

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Dänemark, Deutschland 25.08. - 09.09.2019

Die Fähre nach Dänemark legt pünktlich um acht Uhr ab. Ein letzter Blick zurück auf Kristiansand und die vielen, kleinen, vorgelagerten Inseln. Es zeigt sich keine Wolke am Horizont, wahrscheinlich wird es ein recht warmer Tag heute. Hätte es nicht die letzten Wochen auch so sein können? Dank der Klimaanlage ist es zapfig kalt im Innenraum und außen bläst ein so ein kräftiger Wind, dass sich kaum jemand raus wagt. Aber wir sind eh so müde, so dass wir von den dreieinhalb Stunden das meiste verschlafen. Von Hirtshals wollen wir heute nicht mehr so weit fahren und steuern einen Parkplatz beim zur Zeit wohl berühmtesten Leuchtturm des Landes an. Den Rubjerg Knud Fyr. Berühmt deshalb, weil er nur mehr acht Meter von der steilen Abbruchkante entfernt steht und nun 80 Meter weit ins Landesinnere mit Hilfe von extra verlegten Schienen umziehen muss. Ende Oktober findet das große Spektakel statt. Kaum auszudenken wie viele Leute es dann hierher verschlägt, wenn heute schon der Parkplatz mehr als gut belegt ist. Bei für uns ungewohnt hohen Temperaturen stapfen wir die Dünen hinauf, schauen über die wirklich steile Kante, von der die Fluten jedes Jahr ein Stückchen wegnehmen. Verschwitzt fahren wir dann weiter nach Blokhus, wo es einen kleinen Badesee mit einem verstecktem Miniparkplatz und eine kleinen Badestrand gibt. Da können wir es mit einem Buch und ab und zu einer Schwimmeinlage im erfrischenden Wasser sehr gut aushalten.

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Norwegen 07.08. - 24.08.2019

Da direkt am Parkplatz der Finnskogveden vorbeigeht und wir auch dringend mal wieder etwas Auslauf brauchen, gehen wir auf dem schmalen Pfad hinauf bis zu einem wunderschön gelegenen See mit einer Unterstandshütte. Da die Wacholder- und Blaubeersträucher schwer vom Regen dicht über dem Weg hängen, sind wir schon bald bis zu den Knien nass. Aber egal, wir sehen viele Elchspuren und Hinterlassenschaften und wir haben ja die Hoffnung einen Elch zu sehen noch nicht aufgegeben. Aber wird wieder nix! Kaum an der Hütte angekommen, spüren wir schon die ersten Tropfen, also drehen wir um und schaffen es dem Regen davonzulaufen. Auf der Weiterfahrt entlang großer Getreidefelder und einem Kartoffelfeld nach dem anderen, machen wir an einer aufgegebenen Sprungschanze Pause, bevor wir in Hamar am Spätnachmittag beim Freilichtmuseum ankommen.  Hier sind über 60 Gebäude in einem großen Park am Ufer des Mjøsasees aufgestellt. Und das Beste: es kostet keinen Eintritt! Vor dem nächsten Schauer besichtigen wir einige der wirklich schönen Häuser und staunen über die gewaltige Glaskonstruktion, die sich über die Ruine der ehemaligen Domkirche spannt. Einen Vorteil hat das schlechte Wetter: es geht niemand zum Baden, so dass wir auf dem Parkplatz vom Badestrand noch einen guten Platz zum Schlafen finden. 

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Schweden 27.07. - 06.08.2019

Komischerweise hat der See über Nacht ganz schön abgekühlt, so dass das morgendliche Bad etwas kürzer ausfällt, aber es hat gut getan wie immer. Wir starten erst mal nach Särna zum Einkaufen und danach in den westlich gelegenen Nationalpark Fulufjället. Ohje, der große Parkplatz ist fast total belegt. Nur mit Mühe finden wir noch einen Platz für den LKW, an dem man auch die Leiter rausziehen kann. Vorbei an einem „Badeplatz für Hunde“ schauen wir uns zuerst das Naturum an, ein modernes Holzgebäude, in dem vor allem für Kinder die Flora und Fauna des NP anschaulich erklärt werden. Ja, auch wir haben viel dazu gelernt. Anschließend gehen wir die Wasserfallrunde, ein ca. vier Kilometer langer sehr gut ausgebauter Wanderweg zu Schwedens höchstem Wasserfall mit gut 90 m Fallhöhe. Ich weiß nicht, wo die ganzen Leute vom Parkplatz abgeblieben sind, hier sind sie auf jeden Fall nicht. Klar, hinten am Wasserfall stehen schon einige rum, aber wir haben es uns schlimmer vorgestellt. Wir machen ein paar Fotos, doch leider steht die Sonne recht ungünstig. Beim Rückweg entdecken wir alte, z. T. abgestorbene, Kiefern, deren Stamm ganz ins sich verdreht ist.  Hmm, ich habe mir wohl irgendwelche Darmbakterien oder -viren eingefangen, so dass wir nur mehr wenige Kilometer zu einen Stellplatz am Fluss fahren mit einem ordentlichen Toilettenhäuschen! Das ist nun mein bevorzugter Aufenthaltsort für den Rest des Tages, während es sich Wolfgang im lichten Schatten der Kiefern gut gehen lässt.

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