Große Überraschung am Morgen: die Jungs von den Action Buddys stehen uns gegenüber! Wir haben die beiden auf ihrer Tour durch Westafrika immer verfolgt, seit wir den nervigen Grenzübertritt Marokko – Mauretanien zusammen gemeistert haben. Da gibt es natürlich viel zu erzählen und so kommen wir erst gegen Mittag los, wobei wir ja auch noch unseren Ostereinkauf tätigen müssen. Aber dann brausen wir durch die landschaftlich tolle Serrania de Ronda mit unzähligen Aussichtspunkten nach Ronda. Für die Stadt ist es uns heute zu spät, aber die läuft uns ja auch nicht davon.
Die Nacht war saukalt, dafür ist der Himmel strahlend blau. In fünf Minuten laufen wir in die Stadt. Typisch für Andalusien sind die ein- bis zweistöckigen weißen Häuser mit vergitterten Erkern und meist auch Fenstern. Ab und zu ist ein Tor zu den Höfen offen und wir können einen Blick auf die Pflanzenvielfalt werfen. Die Fenster in der Altstadt sind wegen Ostern mit roten Tüchern geschmückt und oft auch noch mit Bildern aus dem Kreuzweg Jesu. In der Kirche stehen schon die fertigen Wägen für die Prozession bereit. Dieses Spektakel zieht aber auch sehr viele Touristen aus aller Welt an. Die Aussichtspunkte sind heillos überfüllt. Auf einem spielt eine Frau auf ihrer Harfe unter blühenden Kirschbäumen, schon sehr pittoresk. In der Hauptstraße sind schon die Tribünen für die Prozession aufgebaut, was aber die Sicht auf die schönen Häuser schon arg einschränkt. Aber uns sind eh zu viele Menschen da und so laufen wir eine Einkaufsstraße mit einem Souvenirshop nach dem anderen entlang, an der Stierkampfarena vorbei und hinunter zu den baños árabes, den Maurischen Bädern, die vor über 1000 Jahren von den Mauren erbaut wurden. Gut erhalten und noch besser restauriert kann man erahnen, wie toll es gewesen sein muss, sich dort mit anderen zu treffen oder die rituelle Reinigung vor dem Gebet vorzunehmen. Leider haben wir einen strengen Zeitplan und fahren nach einer Kaffeepause nun weiter nach Osuna, wo ich bei einem Abendspaziergang ungewollt in den Genuss einer Gründonnerstags-Prozession werden. Die Einheimischen sind zwar fast alle in Schwarz gekleidet und die Frauen ziemlich aufgebrezelt, aber das hält viele nicht davon ab ein Eis zu schlecken, zu trinken oder einen Snack zu essen. Also recht weltlich und viele laute Gespräche!
Wir kommen nun aus den Bergen raus und durch endlose Olivenplantagen geht es an Jaén vorbei, wo wir dann auf einem Wanderparkplatz bis morgen bleiben. Für mich gibt es noch eine kleine, aber hübsche Wanderung über viele Treppen und Trittstufen an einem (wasserlosen) Bach hinauf zu einer Wegkreuzung und zurück dann durch einen alten Korkeichenwald. Es hat sehr gut getan, aber ich muss dringend an meiner Kondition arbeiten!
Wir erreichen nun die hügelige La Mancha und endlich auch mal Weinstöcke, am Horizont ab und zu eine alte Windmühle. Angeschaut wird nichts, da wir das vor 12 Jahren auf unserer ersten Ausfahrt mit dem Hiasl schon ausgiebig erkundet haben. Südlich von Toledo fahren wir zum Layos-Stausee, wo wir feststellen, dass wir genau an dem Platz auch damals schon übernachtet haben! Der Platz ist zwar schief und es sind viele Leute zum Picknicken und Angeln da, aber nach einer Runde am See fahren alle heim und wir haben den See für uns allein.
Heute fahren wir nach Toledo, wo es unten am Beginn der Rolltreppen einen großen Parkplatz gibt. Sechs oder sieben Rolltreppen bringen uns rasch hinauf in die Altstadt. Durch enge, teils muffige Gassen mit vier- bis fünfstöckigen Häusern, die nur wenig Licht nach unten lassen, gehen wir erst ein bisschen ziellos herum. Und auch kaum andere Leute. Das kommt uns schon komisch vor. Das ändert sich aber, je weiter wir ins Zentrum vordringen. Hier werden wir dann regelrecht von den Massen durch die Straßen geschoben, vorbei an unzähligen Tourishops und Fast Food Buden. Es gibt erstaunlich viele Läden, wo man Damaszener-Schwerte und -Schmuck (Silber- und Gold-Einlegearbeiten in Stahl), das auch von den Mauren nach Toledo gebracht wurde. Die Kathedrale öffnet erst wieder um 14:00, aber so lange wollen wir nicht warten. Als weltlichen Ersatz kaufen wir uns leckere bocadillos con jamón und schlendern zu einem Aussichtspunkt gegenüber des Alcazar. Mittlerweile ist es ziemlich warm geworden und so geht es langsam zurück zum Lkw mit einem Kaffeestopp in einer hippen Bar. Wir müssen heute noch ein Stückchen fahren und landen dann südlich von Madrid in dem kleinen Ort Tielmes, der einen hübschen Picknickplatz am Ortsrand hat.
Der neue Tag fängt gut an: eine kleine Tour vor dem Frühstück über die Hügel, sehr steil, sehr kalt und sehr schön! Nicht ganz so gut verläuft der Rest des Tages. Über die A2 geht es an Guadalajara vorbei Richtung Calatayud. Ein lautes Geräusch und ein Blick in den Rückspiegel zeigt mir, wie sich die Reste unseres rechten, hinteren Reifens in der Gegend verteilen. So eine Schei...! Leider ist der Seitenstreifen für unser Fahrzeug nicht breit genug um auch noch zu arbeiten, aber Gott sei Dank ist es kurz vor einer Ausfahrt passiert. Nach einer 200 Meter Fahrt auf der Felge stellen wir uns auf die breitere Ausfahrtsspur. Während ich die Unfallstelle absichere, holt Wolfgang schon mal das Reserverad runter und kurz darauf treffen zwei Polizisten von der Guardia Civil Trafico auf ihren Motorrädern ein. Diese wurden wohl von einem vorbeifahrenden Lkw alarmiert. Mit Blaulicht wird nun die Stelle besser abgesichert! Als dann auch noch ein Pannen-Lkw kommt, helfen uns die beiden Polizisten beim Radwechseln. Wahrscheinlich sind ihnen meine Ärmchen zu dünn! Aber super von den beiden, so geht es einfach bedeutend schneller. Natürlich kommt die Frage nach woher und wohin auf, und sind sie dann doch ziemlich baff. Denn Afrika als Reiseziel würde ihnen nicht in den Sinn kommen. Und als Wolfgang dann auch neben all dem anderen Werkzeug den Heißluftfön rausholt, um den Kotflügel etwas zurückzuformen, hat er gleich den Spitznamen MacGyver weg! Sie nennen uns auch noch eine Lkw-Werkstatt um den anderen Mantel auf die Felge zu montieren, doch erst morgen, denn heute am Ostermontag ist Feiertag! Also übernachten wir vor der Werkstatt und hoffen, dass wir morgen drankommen.
Leider ist nur eine Bürodame anwesend, aber sie nennt uns eine Adresse im 50 km entfernten Sigüenza. Dort wird uns dann sofort geholfen und wir können unsere Fahrt mit einem jederzeit einsatzfähigem Ersatzrad fortsetzen. Durch eine hügelige, teils sehr karge Landschaft auf ca. 1000 m Höhe und nur wenig Dörfer fahren wir noch bis Tudela, tanken noch einigermaßen günstig, kaufen bei Mercadona ein, bevor wir uns mitten in der Stadt auf einem etwas schiefen Womo-Platz für die Nacht installieren.
Wir wollten ja schon lange mal in die Bardena Reales, eine Halbwüste im Norden Spaniens, fahren und da wir ja quasi in der Gegend sind, parken wir beim Besucherzentrum. Leider ist dieses geschlossen, aber auf einer Karte sehen wir die einzige Route, die für Autos freigegeben ist und natürlich an den schönsten Spots vorbeiführt. Allerdings muss man sich diese auch mit den Radfahrern und Fußgängern teilen. Es ist eine skurrile Gegend mit Wild-West-Charakter, spektakulären Felsformationen, die durch Wind-/Wassererosion entstanden sind, ab und zu bewirtschaftete Felder und in der Mitte ein militärisches Sperrgebiet, das natürlich nicht betreten werden darf. Da dort gerade geschossen wird (Rauch, Donner), haben wir auch gar nicht das Bedürfnis das zu tun! An dem bekannten Castil de Tierra wird es schon schwierig ein Foto zu machen, denn eine junge Dame mit Stativ posiert ca. eine halbe Stunde vor dem besten Fotopoint. Viel hat nicht gefehlt und ich wäre aus Versehen am Stativ hängengeblieben. An Tafelbergen vorbei fahren wir noch zum Ausgang El Paso mit dem Schäfermonument und einem Froschtümpel mit ganz viel Gequake! Sehr schön! Wir drehen die Runde fertig, versuchen wegen den Radfahrern nicht allzu viel Staub aufzuwirbeln, machen noch die letzten Bilder und schon geht es für uns weiter. Also landschaftlich war es wirklich toll und da kann man schon mal darüber hinwegsehen, dass man nur den Rundkurs fahren darf, aber halt nicht unser Geschmack und so viele Leute sind wir auch nicht gewöhnt. In Ejea erledigen wir in einem Waschsalon die längst fällige Wäsche und laufen danach in die Stadt auf der Suche nach einer Tapas-Bar. Doch Fehlanzeige, keine Tapas nur Wein und Bier. Ein bisschen angedüdelt treten wir den Rückweg zur Stierkampfarena an, wo der Hiasl auf uns wartet.
Durch flaches Land mit vielen Mandelbaumplantagen – alte und neue – rollen wir an Huesca vorbei Richtung Lleida. Wir machen einen Abstecher zum Stausee S. Ana, wo wir beim Kaffeetrinken viele Adler über uns kreisen sehen. Schade, dass wir etwas in Zeitnot sind, denn inmitten von wilden Bergen hätten wir gerne übernachtet. Aber auch der Platz nördlich von Oliana, nur durch eine sehr steile und schmale Straße erreichbar, ist super. Bei einem Lagerfeuer breitet sich ein wunderschöner Sternenhimmel über uns aus!
40 km sind es noch bis Seu d'Urgell, der ältesten Stadt Kataloniens. In der historischen Altstadt sehen wir uns die Kathedrale von außen an, der dazugehörige Kreuzgang ist nur über das Museum erreichbar, aber das ist uns dann zu teuer. Dann eben kreuz und quer durch die leicht muffigen Gassen mit vielen alten Arkaden, allerdings sind ein Großteil der Läden geschlossen. In der Neustadt genehmigen wir uns auf der Rambla ein Eis unter den gerade frisch ausgetriebenen Platanen. Die sehen echt cool aus! In den angrenzenden Bars ist jede Menge los, so ein Bierchen am Mittag, das muss anscheinend sein. Wir tanken das letzte Mal in Spanien, mit 1,75€/l natürlich viel billiger als in Deutschland, aber schon wieder teurer als beim letzten Mal Tanken. In Puigcerdà überqueren wir die Grenze nach Frankreich und schrauben uns nun auf den Col de Quillan 1713 m hinauf. Wir haben eine tolle Sicht auf die oben noch verschneiten Berge und die zahlreichen Skigebiete. Nach dem Pass geht es auf einer einsamen, kurvigen und schmalen Bergstraße hinab. Ich bin dann etwas irritiert, als ein Schild mit Höhenbegrenzung 2,75 m kommt. Aber Wolfgang meint, das schaut er sich erst mal an. Ein Vorteil des Schildes: er fährt nun ein bisschen langsamer! Es taucht aber kein Tunnel auf, wahrscheinlich sind damit die Felsüberhänge gemeint und die sind kein Problem, solange keiner genau an einem solchen entgegenkommt. Wir haben Glück und erreichen die Aude, wobei jetzt die Straße einspurig wird, aber der Verkehr zunimmt und wir oft an Ausweichstellen die eiligen Franzosen vorbeilassen. Kurz hinter Limoux finden wir einen Platz direkt am Fluss. Heute war es sehr anstrengend, das Gerappel von den Reifen, die Sitze quietschen wie blöd und das konzentrierte Fahren hat sowohl Fahrer als auch Beifahrerin genervt!
Das schöne Wetter ist nun auch vorbei und wir fahren wie auch schon bei der Hinfahrt im Herbst über Carcassone, Albi nach Baraqueville bis kurz vor Rodez. Dort gibt es einen kleinen Bade- und Fischteich, den wir dann bei leichtem Regen noch umrunden, bevor wir im Hiasl die Füße hochlegen. Nach einer kalten Nacht geht es mit Regen weiter nordwärts. Also sind alle Pläne hinfällig und es wird heute wieder nur gefahren. Das Zentralmassiv wartet mit einem 1300 m hohen Pass auf, leider sehen wir von Landschaft kaum etwas, denn obwohl der Regen am Nachmittag nachlässt, hängt nun dichter Nebel in den Bergen. In der Nähe eines Kloster kommen uns viele Pilger auf dem Jakobsweg entgegen, die meisten mit Schirm, aber trotzdem klatschnass. In dem kleinen Ort Grandvals gibt es einen Stellplatz, wo wir eigentlich noch ein bisschen spazierengehen wollen, aber bei dem Mistwetter hat keiner Lust dazu. Als wir gegen zehn am Abend ins Bett gehen, staunen wir nicht schlecht, als es zu schneien beginnt!
Wow, 10 bis 15 cm Schnee am, auf und um den Hiasl herum! So sind wir also doch noch zu Schnee gekommen. Wir befinden uns auf knapp 1100 m, aber die kleinen Sträßchen sind weitgehend schneefrei und bei etwa 750 m ist es schon wieder vorbei mit der weißen Pracht. Wir fahren wieder über Chaudes Aigues, ein Thermalbad tief unten in einem dunklen Tal. Ich glaube, hier müsste ich nicht mal im Sommer her. Wir erreichen die Auvergne und da es weder regnet noch Nebel hat machen wir einen kurzen Abstecher nach Usson, ein paar Kilometer südlich von Clermont-Ferrand. Es ist ein kleines mittelalterliches Dorf, das sich an einen kleinen Vulkanhügel schmiegt. Durch enge mit Kopfsteinen gepflasterten Gassen, vorbei an alten , teils toll renovierten Steinhäusern geht es für uns aber hinauf zu den Basaltsäulen, die während des letzten Vulkanausbruchs entstanden, als sich die Lava abkühlte. Die Wand ist nicht sehr groß, aber ich finde sie beeindruckend! Oben dann auf der Butte lässt sich die Sonne blicken und gibt den Blick auf die „Puys“, also die großen Vulkane bei Clermont frei. Auf dem Weg zurück freuen wir uns über die blühenden Lilien, Blauregen und Flieder, mal wieder was für's Auge! In Clermont kaufen wir großzügig in einem Auchan ein und in Thiers müssen wir nochmal unseren Messerladen aufsuchen! Dort bleiben wir dann gleich mitten in der Stadt auf einem Parkplatz für die Nacht stehen.
In Vichy vertreten wir uns die Beine, zuerst an der Allier entlang in die Altstadt mit zahlreichen Belle Époche-Villen mit den typischen kleinen Eisenbalkonen und den Mansarden. Im Kurpark sind die diversen Heilquellen, nur eine für nicht Kurgäste, aber da die anderen Leute alle das Gesicht fürchterlich nach einer Kostprobe verziehen, verzichten wir auf einen Schluck! Wir schlendern noch durch ewig lange Eisenkolonnaden, schauen uns hochpreisige Mode in den Schaufenstern an und die allgegenwärtigen Vichy-Pastillen zur Förderung der Verdauung. Über Digoin (hier hatten wir vor 36 Jahren mal ein tolles Ferienhaus), Chalon-sur Saône machen wir heute relativ viele Kilometer bis zu einem kleinen Stellplatz in dem noch kleineren Ort Saint Croix. Ein Platz ist noch frei, leider fällt der erhoffte Barbesuch wegen geschlossen aus, dafür erhalten wir eine Einladung im Juli zu einem Fernreisetreffen! Und zwar nur wir, nicht die Weißware nebenan.
Heute suchen wir ein paar Lkw-Shops auf, weil diverse Birnen ausgefallen sind und wir auch gerne Ersatzkeilriemen hätten. Aber wir haben nur die Birnen bekommen, Keilriemen hat keiner mehr auf Lager, alles muss bestellt werden. Na, dann wird eben zu hause das Internet bemüht. Kurz vor der Schweizer Grenze lassen wir noch das Abwasser ab und füllen unsere Wassertanks mit gutem Bergwasser. Der angedachte Übergang ist wegen Straßenarbeiten gesperrt, also müssen wir umständlich zu einem anderen. Das Problem ist, dass der keinen Zoll hat und auch generell nicht besetzt ist und wir hätten ja gerne wieder eine Befreiung von der Schwerlastabgabe. Okay, dann müssen wir eben eine E-Vignette lösen. Aber Internet gibt es auch nicht. Grr, also wieder soweit zurückfahren, bis sich mal ein Balken auf dem Handy bemerkbar macht. Der Mindestbetrag sind 27€ für 6 Tage. Aber heute ist nicht unser Tag, denn nach der Grenze geht es ewig steil hinauf und genauso wieder hinab. Puh, endlich auf der gewünschten Schnellstraße. Doch nur sehr kurz, dann kommt die nächste Sperrung und wir müssen den Hiasl wieder den Berg rauf „jagen“. Natürlich haben wir eine Riesenschlange hinter uns, doch es gibt kaum Ausweichen und mit dem vielen Gegenverkehr kann auch nicht überholt werden. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen wir unten am Lac de Neuchâtel an und finden dann etwas abseits einen schönen Picknickplatz. Allerdings hat keiner mehr Lust auf eine kleine Wanderung, nur mehr essen, trinken, schlafen.
Frisch ausgeruht geht heute dank unserem Navi durch das historische Zentrum La Neuville am Bieler See. Sehr schön, schweizerisch aufgeräumt und heile Welt. Aber danach dann endlich auf die Autobahn, wo wir trotz der vielen Tunnel tolle Ausblicke auf die Berge, die Seen und auf die steilen Weinlagen am Südwestufer haben. Über Zürich, Winterthur und Sankt Gallen geht es bei Sankt Margarethen nach Österreich rein. Leider ist nur auf Wolfgangs Handy die Vorarlbergkarte drauf und das spinnt heute. Aber wir finden letztendlich die kleine Straße, die uns zu dem Parkplatz am Rohrspitz (eine kleine Halbinsel im Rheindelta vom Bodensee) führt. Ich laufe noch ganz zum Spitz vor, Wolfgang geht nicht ganz so weit, er bleibt schon beim Kiosk hängen. Aber er hat kein Geld dabei und ich sehe ihn nicht, also gibt es für keinen eine Erfrischung! Erst wieder am Lkw.
Wir sind heute ewig durch Bregenz rumgeeiert, denn der Pfändertunnel ist nur bis 3,5 to kostenfrei und wir wollen deswegen nicht die Mindestaufladung von 150€ vornehmen. Vorsichtshalber lassen wir noch 50 l Diesel reinplätschern für schlappe 100€ und schon sind wir wieder in good old Germany! Im schönen Allgäu fahren nach Weitnau auf einen kleinen Übernachtungsplatz, denn wir schon oft aufgesucht haben. Doch vorher kaufen wir bei REWE noch zwei Leberkässemmeln und drei Brezen! Das schmeckt nach so langer Abstinenz! Für mich gibt es noch einen Spaziergang zum Speckbach-Wasserfall, Wolfgang macht lieber ein Nickerchen. Wir haben heute zwar Sonne pur, aber auf 800 m wird es dann doch am Spätnachmittag kühl. Auch die Vegetation ist noch nicht so weit wie in der Schweiz.
Die nächste Woche verbringen wir in unserer alten Heimat rund um Rosenheim mit Familie und Freunden. Leider steht noch ein trauriger Termin an. Mein Vater ist Anfang Januar verstorben und wegen diverser äußerer Umstände findet erst jetzt, Ende April, die Beisetzung statt.
Aber auch das bringen wir hinter uns und am 25. April kommen wir nach einem halben Jahr wieder zu Hause an! Und trotz allem, was uns uns unterwegs passiert ist, war es die beste Reise ever!
Im Sommer und Herbst werden wir nun den Hiasl wieder auf Vordermann bringen und dazwischen mit unserem Kleinen auf kürzere Reisen gehen. Und spätestens im Januar 2027 ist die nächste große Reise geplant! Seid gespannt wohin!













































































































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