Spanien 18.11. - 23.11.2014

Barcelona! Mitte November strahlend blauer Himmel, 25 Grad und pralles Leben, aber auch anstrengend. Was bei mir nicht fehlen darf sind die Sagrada familia - meine absolute Lieblingskirche -, der Güell-Park und das barrio Gotia. Leider ist die Zeit knapp, so müssen viele Sehenswürdigkeiten außen vor bleiben. Aber das Rumschlendern, in einer Bar bei cafe con leche oder einem Glas Wein sitzen und die Leute beobachten ist für uns sowieso das interessanteste! Nach zwei Tagen machen wir uns ins Landesinnere auf.

Über Morella mit seinem mittelalterlichen Ortskern, der Kathedrale mit ihrer blauen Kuppel, einer alten Stierkampfarena und der mächtigen Burganlage hoch oben auf einem Berg geht es weiter nach Teruel. Dank der spanischen Straßenbauer, die direkt neben gut erhaltenen Landstraßen neue, zweispurige Schnellstraßen anlegen und die alten nur durch kleine Erdwälle abriegeln, finden wir immer schöne Übernachtungsplätze, denn diese Wälle sind für Hiasl natürlich kein Problem!

 

Wir befinden uns gerade in einer urtümlichen Bergregion, im Schnitt auf 1500 m Höhe. Der Wind weht kräftig, wovon auch die vielen modernen Windparks zeugen. Teruel war eine ziemlich langweilige Kleinstadt, wo wir nur unsere Vorräte auffüllten. Unser eigentliches Ziel war Albarracín. Enge Gassen, schmale, in allen Rotschattierungen gestrichene Häuser und noch immer blühende Blumen und Sträucher. Ein Spaziergang führte uns auf die langgezogene Burg hinauf. Toller Ausblick von oben auf das Dorf mit den roten Ziegeldächern!

 Weiter ging es am Rio Tajo entlang, an dessen Ufern sich die Laubbäume schon rot gefärbt hatten. Die hoch aufragenden Berge links und rechts erinnerten an einen Canyon. Wir haben fast kein anderes Auto getroffen, Natur pur also! Erst bei der "ciudad encantada", der verzauberten Stadt, trafen wir wieder auf ein paar einheimische Touristen. Hier kann man riesige Steinskulpturen sehen, die durch Wind-, eis- und Wassererosion entstanden sind. Mit etwas Phantasie konnte man auch die vergebenen Namen wie Schiff, Bär mit Bärenkind, Meer etc. erkennen. Auf jeden Fall eine tolle zweistündige Wanderung.

 

Wir sind in Cuenca, der Stadt, der hängenden Häuser, angekommen. Hoch über dem Fluss gelegen wurden die Häuser mit abenteuerlichen Holzkonstruktionen direkt an den steil abfallenden Abhang gebaut. Aber was soll man sagen? Sie sind immer noch an Ort und Stelle! In Cuenca gibt es alles, was Touristen lieben: malerische Fotomotive in der Altstadt, eine alte Eisenbrücke mit vielen Schlössern und eine plaza major mit netten Bars, wo wir uns Bier, Weißwein und pucheros (Vorspeise des Tages) in der Sonne schmecken ließen und das Treiben um uns herum beobachteten.

 

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