Benelux 09.07. - 17.07.2018

Auf geht’s in unbekannte Gefilde! Einmal waren wir auf einem Citytrip in Amsterdam, aber ansonsten wissen wir nicht viel von Luxemburg, Belgien und Holland. Nach Luxemburg will vor allem ich, weil ich einmal in einem Outdoormagazin gelesen habe, dass man dort so tolle Wanderungen unternehmen kann. Gleich im ersten Ort hinter der Grenze, in Dudelange, finden wir beim Sportplatz einen Übernachtungsplatz und laufen am Nachmittag noch eine kleine Tour durch das Haard, wo bis vor gut fünfzig Jahren im Tagebau Eisenerz abgebaut wurde. Danach wurde die Landschaft sich selbst überlassen und es ist herrlich durch die felsdurchsetzten Laubwälder zu gehen. 

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Frankreich 22.06. - 08.07.2018

Bevor wir weiterfahren, gehen wir noch auf die andere Hafenseite nach Ciboure. Hier ist es ruhiger, nicht ganz so viel Kommerz und zwischen den baskischen Fachwerkhäusern mit dem blau-, rot- oder grüngestrichenen Fachwerk, blühen gerade die Hortensien um die Wette. So, heute wollen wir mal nicht so weit fahren und haben uns ca. 30 km nördlich bei Ondres einen Strand mit Übernachtungsmöglichkeit ausgesucht. Das sollte ja eigentlich in einer knappen Stunde zu schaffen sein. Aber nicht, wenn man in einen Stau gerät, dann eine Straße gesperrt ist und uns daraufhin das Navi völlig in die Irre schickt. Wolfgang - und nicht nur er - ist sichtlich genervt, als wir nach zwei Stunden in Ondres ankommen. Entschädigt wird er, als wir dann zum Strand gehen und er die riesigen Wellen sieht. Laut Anzeige hat das Wasser 21°, da können die am Mittelmeer nur von träumen! Wolfgang schmeißt sich gleich in die Fluten, aber sie kommen so heftig und rasch nacheinander, dass er ganz schön zu kämpfen hat. Kleine Überraschung dann am Parkplatz: Es steht noch ein Rosenheimer Wohnmobil da. Wir kommen ins Gespräch und dabei stellt sich heraus, dass Sylvia und Wolfgang vor ca. 25 Jahren häufig geschäftlich miteinander zu tun hatten. Es ist total nett mit den beiden und so verbringen wir die nächsten drei Abende mit Wein, Pastis und interessanten Gesprächen zusammen!

 

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Spanien 11.06. - 21.06.2018

Heute steht auf dem Programm: Einkaufen, Beschaffung von dem Fußschalter für die Motorbremse/Motorabstellung, Beschaffung von einem neuen Wechselrichter und Wäsche waschen. Wir beginnen mit dem relativ nahe gelegenen IVECO-Händler. Aber wie immer wollen sie zuerst Fahrgestellnummer, als ob es für unser altes Auto noch was nach Katalog gäbe. Irgendwann kapieren sie es und machen sich telefonisch schlau. Wir haben natürlich auch schon im Internet recherchiert, in Deutschland gibt es den Schalter für 9,90 Euro. Aber Lieferung ins EU-Ausland 3 - 7 Tage und die spanische Post hat nicht den besten Ruf! Endlich kommt die Ansage, dass wir heute Nachmittag um 17 Uhr zum Abholen kommen können. 65 Euro plus Märchensteuer, grrr. Bei Carlos, unserem Ticketverkäufer, bekommen wir die Adresse von einem Camperservice ein paar Kilometer weg nur. Doch zuerst werden wir noch etwas Geld beim Carrefour los, wo wir uns vor allem mit Schinken, Salami, Bier und Wein eindecken. Beim Caravanas Karmelas haben sie genau zwei Wechselrichter da, einen mit 300 Watt Ausgang und einen mit 2000 Watt. Leider beide nur mit Rechteckspannung. Eigentlich braucht nur meine Zahnbürste zwingend eine reine Sinusspannung, also kaufen wir den mit 2000 Watt, astreine Chinaware! Glücklicherweise ist im Nachbarort ein Waschsalon. Während ich das mit der Wäsche erledige, baut Wolfgang schon mal den Wechselrichter ein. Danach sind wir beide ziemlich verschwitzt, da beide Tätigkeiten in praller Sonne, bei mir auch noch hinter Glas stattfanden. Als wir dann um viertel nach fünf bei IVECO auftauchen, ist natürlich nichts da. Eine Stunde später die frohe Botschaft, aber nun muss noch die Rechnung geschrieben werden. Kein leichtes Unterfangen, da wir ja eine deutsche Adresse haben, die sich nicht so leicht in die spanische Maske einfügen lässt. Wolfgang wird allmählich ungeduldig. Mich wundert es eh, dass er sich so zusammenreißt, haha. Um halb sieben können wir aufjubeln, 80 Euro später sind wir Besitzer des neuen Fußschalters. Nun schnell wieder an den Strand von gestern, einmal die Promenade rauf und runter und dann gibt es seit langem mal wieder einen frischen Salat mit Garnelen!

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Marokko 31.05. - 10.06.2018

Nach dem Frühstück verabschieden wir uns an der Tankstelle von Karin und Theo. Schön war’s mit den beiden, hoffentlich treffen wir uns mal wieder! Über eine schnurgerade Straße geht es für uns nun nordwärts. Die Fahrt ist nicht besonders aufregend. Ein Getreidefeld löst das andere ab, es ist brettleben und wir passieren nur wenige Ortschaften. In einer davon lassen wir endlich wieder den Hiasl saubermachen. Eine Stunde geht da gleich mal rum. Aber das Ergebnis ist mehr als dürftig: Auf den Fenstern wurde mit einem Mop der Dreck verrieben, an den Tanks klebt noch der Batz und die Frontscheibe hat deutlich mehr Schlieren als zuvor. Dafür ist jedoch der hintere Reservereifen picobello sauber! Tja, das ist halt Marokko. Kurz vor Oued Zem biegen wir auf einen Feldweg ab und parken auf einer ebenen Fläche. Nach einem ausgiebigen Abendspaziergang und feinem Abendessen, gehen wir früh ins Bett. Mitten in der Nacht klopft es kräftig an der Tür. Als Wolfgang nachsieht, stehen zwei Polizeibeamte vor dem Auto und meinen, dass es hier nicht sicher sein und wir sollen doch in die Stadt zum Schlafen fahren. Dazu haben wir aber jetzt gar keine Lust und beteuern, dass wir uns hier sehr sicher fühlen. Gott sei Dank, ziehen sie dann endlich ab. Bei mir dauert es allerdings, bis ich wieder einschlafen kann, grr.

 

Endlich hört die langweilige Landschaft auf, kleine Hügel tauchen auf, die Getreidefelder werden kleiner und auch wieder mit der Sichel geerntet, duftende Kamille säumt die Straße. Bei einem Stopp laufe ich etwas rum und sehe relativ große und sehr saubere Bauernhöfe. Es ist sehr idyllisch hier! Wir erreichen einen Fluss, der auch noch Wasser führt und an dessen Ufer der Oleander üppig blüht. Obwohl wir erst 40 km gefahren sind, beschließen wir hier zu bleiben. Das Wasser ist bacherlwarm, aber leider nicht tief genug zum Baden. Als ich am Ufer entlang gehe, entdecke ich eine ganze Familie von Wasserschildkröten. Sobald ich mich bewege, tauchen sie allerdings ab. Es ist echt toll hier, außer Froschgequake und Vogelgezwitscher hören wir hier nichts! Leider hat sich heute unser Wechselrichter verabschiedet, d. h. wir haben keine 220 Volt mehr zur Verfügung und können somit den Foto, das Laptop und die E-Reader nicht mehr aufladen und auch diverse andere Geräte nicht mehr benutzen. Es kann also leicht sein, dass wir früher aus Marokko rausfahren, als wir eigentlich wollen oder müssen.

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Marokko 13.05. - 30.05.2018

Muttertagsausflug! Dazu fahren wir in das Tal von Aït Mansour, wo sich in einer engen Schlucht eine malerische Palmenoase befindet. Auf dem Parkplatz lassen wir den Hiasl stehen und holen dafür mal nach langer Zeit wieder die Räder runter. Zuerst müssen wir sie allerdings vom Schmutz befreien. Doch dann kann es auch schon losgehen. An kleinen Ansiedlungen vorbei radeln wir auf der engen Straße am Fluß entlang durch die Oase. Als dann die Palmen enden, geht es hinauf auf einen Minipass, wo man schon die nächste Ortschaft sieht. Und dann wieder runter und so fort. Es ist heiß und die Räder laufen nicht so gut, wegen dem Dreck auf der Kette, in der Schaltung, was den Spaß etwas beeinträchtigt. Also drehen wir um, denn nun müssen wir ja bergauffahren. Hundert Meter vom Auto gibt es ein paar schöne Gumpen, die Dorfjugend hat sich auch gerade verzogen, so dass wir hier noch ein herrliches Bad nehmen können. Danach lenken wir den LKW durch das tiefhängende Blätterdach. Auch hier kann im Reiseführer nachgebessert werden, mit 3,50 m Höhe hat man noch keine Probleme. Wir schwenken dann auf die Piste nach Ukas ein, wohin wir die letzten acht Kilometer einer arg steinigen Piste folgen. Dafür haben wir einen traumhaften Übernachtungsplatz und können bis spät am Abend lange den Sternenhimmel ohne lästiges Streulicht bestaunen.

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Marokko 25.04. - 12.05.2018

Auch wenn man mitten in der Pampa steht, am Morgen stehen zuverlässig diverse Kinder da und schauen ehrfürchtig zu, wie wir abspülen, rauskehren, Haare kämen, rumräumen etc. Wenn wir Glück haben, dann betteln sie nicht um Dirham, Stylo, Bonbon, was einfach auf die Dauer nervig ist. Denn leider sind ihre französischen Sprachkenntnisse mit diesen Worten meist erschöpft, so dass wir ihnen nicht klar machen können, warum sie nichts bekommen. Da heute Kultur angesagt ist fahren wir nach Tazzarine und kurz später über eine gute Piste nach Aït Ouazik, von wo es noch ein paar Kilometer zu einigen Felsgravuren aus der Zeit, als Marokko noch von Wäldern bedeckt ist, sind. Ahmed, ein junger Berber erklärt uns die Gravuren. Es gibt Elefanten, Nashörner, Antilopen, Giraffen zu sehen, aber auch Netze und Reusen zum Fischen und Bogen mit Pfeilen. Bald kommen wir jedoch auf die heutigen Wasserprobleme zu sprechen und wir sind erstaunt, dass die Brunnen erst in hundert Meter Tiefe Wasser haben. Er sagt, ohne die heutige Technik wären die Leute hier nicht in der Lage per Hand so tiefe Brunnen zu bauen bzw. das Wasser raufzuholen. Zagora, erklärt er uns, wird von einem Stausee bei Agdz versorgt. Allerdings ist die Wasserqualität schlecht und die Menschen schimpfen. Es stimmt, wir haben leider unsere Tanks gefüllt und das Wasser ist salzig und riecht leicht. Dabei haben wir noch das Glück einen sehr guten Wasserfilter zu besitzen. Wir fahren dieselbe Strecke an einem ausgetrockneten Oued zurück. Wo immer es geht wird Landwirtschaft betrieben und die Leute beackern meist mit der Hand ihre Felder, ernten den letzten Weizen und säen neues Gemüse an. Kurz nach Tazzarine halten wir bei einem unscheinbaren Hügel, auf der Karte mit Tiouririne bezeichnet, stiefeln dort ein bisschen rum und finden nochmals drei Felsgravuren. Den Ort wussten wir, aber nicht genau wo und Ahmed hat uns in etwa erklärt, wo wir suchen müssen. Hier schlagen wir dann auch gleich unser Nachtlager auf.

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Marokko 07.04. - 24.04.2018

Der kräftige Wind heute Nacht hat uns unsere Ersatzplane für die Räder mal wieder zerfetzt, jetzt müssen sie eben ohne Schutz auskommen. Weiter geht es durch eine etwas eintönige Landschaft, die durch langgezogene Straßendörfer unterbrochen wird. Die vorherrschende Häuserfarbe ist ein helles Rotbraun, wie die umgebende Erde. Winzige Lebensmittelläden wechseln sich mit Autowerkstätten ab, dazwischen mal ein Schnellimbiss oder eine Teestube. In Aït Ridi steigen wir auf einen pilzförmigen Aussichtsfelsen, vorher müssen wir allerdings mal wieder ein paar hartnäckige Kinder loswerden. Manchmal geht uns ihre Bettelei schon auf die Nerven. Ganz besonders nervt es mich, wenn einer der Jungs seine Hand zur Pistole formt. An einem Ziehbrunnen für die Tiere machen wir Kaffeepause und sind doch überrascht, wie tief der Wasserspiegel unten ist. Ich schätz mal so an die 15 Meter. Schorsch und Wolfgang hängen sich an die Pumpe, aber ich fürchte unsere Tiere müssten verdursten! Am Spätnachmittag haben wir endlich Tinerhir erreicht. In einem Laden mit Alkohollizenz gibt es mal wieder etwas Nachschub für unseren Bier- und Weinvorrat. Bei knapp drei Euro pro 0,5 l Bier und sieben Euro für die günstigste Flasche Wein fällt der Einkauf allerdings recht spärlich aus. Wir laufen noch ein bisschen durch die Stadt und entdecken dabei einen Polsterer! Dieser spricht kaum französisch und so machen wir mit ihm mit Händen und Füßen aus, dass er unsere drei Vordersitze neu bezieht, sie morgen gegen 11 Uhr am Campingplatz Ourti abholt und am Montag um 10 Uhr dort wieder abliefert. Preis: 55 Euro für alle drei Sitze inklusiv Stoff und allem!

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Marokko 24.03. - 06.04.2018

Typisch deutsch sind wir pünktlich eine Stunde vor Abfahrt der Fähre am Hafen und wir sind nicht die ersten! Um zwei soll es losgehen und kurz vor vier ist es dann auch schon so weit. Das Gute: wir konnten die Einreiseformalitäten noch vor dem Ablegen erledigen. Um halb sechs rollen wir dann  - mit allen Vorräten ;-) aus dem Zoll, aber für uns zu spät um heute noch nach Asilah zu fahren. Zudem sind die drei Bankautomaten, die wir ansteuern alle nicht in Betrieb. Wir finden ein einigermaßen trockenes Plätzchen 30 km vor Tanger. 

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Portugal/Spanien 11.03. - 23.03.2018

Begleitet von heftigem Wind fahren wir auf die Aussichtsplattform der Christus-Statue hinauf. Leicht im Dunst liegt Lissabon vor uns, begrenzt durch den Tejo und links die Brücke des 25. April und ganz rechts am Horizont können wir noch die Pfeiler der Vasco da Gama Brücke erkennen, mit 17 km Länge die längste Brücke Europas. Weiter geht’s zum Parkplatz am Fähranleger in Seixal, wo wir den LKW für zwei Tage abstellen. Auf den 100 Metern vom Auto zum Terminal regnet es so stark, dass unsere Hosen komplett durchweicht sind. Als wir nach der kurzen Fahrt in Lissabon ankommen, scheint wieder die Sonne. Es ist das reinste Aprilwetter. Wir laufen uns erstmal warm: ins Bairro Alto hinauf, dann wieder steil hinunter. Die Wartezeit bis die Vroni kommt, überbrücken wir bei einem der vielen Kioske. Glücklich vereint, fahren wir mit Uber über die Hügel in unsere Wohnung im Bairro Alto. Den Rest des Tages spazieren wir so halb durchnässt durchs Viertel, gehen gut Fischessen und lehnen dann aber dankend die Haschischangebote ab und fallen danach todmüde ins Bett.

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Portugal 22.02. - 10.03.2018

Mit ein paar Ersatzteilen im Gepäck verlassen wir das kalte Bayern und starten um 16.40 Uhr von Memmingen aus nach Porto. Nach einem ruhigen, aber kalten Flug - bei Ryanair ist anscheinend nicht mal eine Heizung drin - landen wir nach einem tollen Ausblick von oben auf Porto um 19.10 Uhr pünktlich zum Sonnenuntergang. Mit Metro und Uber-Taxi gelangen wir in annehmbarer Zeit nach Vila Nova de Gaia zum Campingplatz, wo uns unser Hiasl und auch die Angestellten - finalmente! - erwarten. Es ist noch alles an Ort und Stelle und die Batterien voll aufgeladen, super!

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