Portugal 02.12. - 14.12.2017

Im Reiseführer haben wir gelesen, dass es in Vila Nova da Foz Cõa prähistorische Felsritzungen im Original zum Ansehen gibt. In gemütlichem Tempo cruisen wir fast ganz alleine über die Weinhügel, kommen durch kleine gepflegte Dörfer, spazieren ein bisschen in einem Eukalyptuswald herum, bis wir dann in Vila Nova da Foz Cõa beim Intermarché noch unsere Vorräte auffüllen. Und dann folgen wir dem Navi. Gut dass wir einen Allrad haben, denn die steile und steinige Piste wäre sonst nicht zu machen. Wahrscheinlich hätte es aber auch eine prima Straße irgendwo anders gegeben. Beim Museum erfahren wir, dass es erst in vier Tagen wieder freie Plätze für die Felsritzungen gibt. Nun, das ist uns zu lange und so begnügen wir uns mit einem Museumsbesuch und schauen uns halt die Replika an. Und ich muss sagen, das reicht uns auch. Auf einem Plateau oberhalb des Museums mit seiner sehr modernen Architektur gibt es einen tollen Stellplatz für uns mit Blick auf die Berge und wir können den fast vollen Mond wunderbar durch unser „Küchenfenster“ anschauen.

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Portugal 19.11. - 01.12.2017

Seit langem haben wir heute mal wieder die Räder vom Heckträger geholt und nach Aufpumpen folgen wir der mehr oder weniger ebenen Ecovia nach Caminha, wo der Rio Minho ins Meer mündet. Obwohl die Sonne scheint, ist es, trotz blauem Himmel, nicht allzu warm. Es ist gerade Ebbe und so sieht das Flussdelta nicht  so berauschend aus, aber ganz draußen in den Dünen finden wir ein windgeschütztes Fleckchen und können die Wellen, der mittlerweile hereinbrechenden Flut, vor dem Foz (Fort) de Rio Minho, gut beobachten. So unaufgeregt wie die Hinfahrt war, ist auch die Rückfahrt. Zum Sundowner gehen wir noch ins Städtchen, aber vor dem Weingenuss wird noch die Burganlage besichtigt.

 

Nach dem Frühstück fahren wir weiter nach Viana do Castelo. Wegen des komplizierten portugiesischen Mautsystems müssen wir nun höllisch aufpassen, dass wir auf keiner Autobahn landen, wo die Maut nur noch elektronisch erfasst wird. Denn dazu hätten wir uns irgendwo registrieren müssen - den angestrebten welcome point haben wir aber nicht gefunden - Kreditkarte hinterlegen und dann wird fleißig abgebucht, und so was mag ich gar nicht, so ganz ohne Kontrolle. Und außerdem sieht man auf den Nebenstrecken einfach mehr. Wir fahren direkt hinauf zu dem Wahrzeichen der Stadt, der Cathedrale Santa Luzia. Sie ist Sacre Cœur aus Paris nachempfunden und thront auf einem Hügel über der Stadt, von wo wir einen fantastischen Blick auf die Altstadt, den Fluss und die Mündung haben. Danach sind wieder so profane Dinge wie Einkaufen und Stellplatzsuche angesagt. Ersteres beim Leclerc  und Stellplatz gegenüber dem Hafen an der Mündung des Rio Lima.

 

Heute steuern wir Ponte de Lima an, mit seiner sehr gut erhaltenen römischen Brücke aus dem 2 Jh. n. Chr.. Nach ein paar Schritten durch das dazugehörige Städtchen machen wir schon wieder eine kleine Radtour. Es gibt wieder eine ausgewiesene Ecovia entlang des Lima. Allerdings sind diesmal etwas mehr Auf- und Abfahrten dabei. Hui, das macht mal wieder richtig Spaß, so durch die Wälder zu flitzen. Kaum zurück am LKW müssen wir schon wieder weiter. Denn wir haben ein strenges Programm! Unser Ziel ist das kleine Bergdörfchen Soajo. Und warum? Hier gibt noch 24 von den alten Maisspeichern, die aus dem Granit von den umgebenden Bergen errichtet wurden. Sie stehen auf Granitfüßen und der Inhalt ist so vor den Ratten und anderen Nagern geschützt. Jetzt im letzten Tageslicht sehen sie einfach super aus. Einige werden wohl auch immer noch benutzt. Wir übernachten dann auch gleich mitten auf dem Dorfplatz. Ist auch ausdrücklich erlaubt.

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Spanien 05.11. - 18.11.2017

Auch das heutige Motto heißt wieder: vorankommen. Wir fahren durch eine schon fast skurrile Landschaft, riesige Sandsteinkugeln türmen sich zu Minibergen auf, dazwischen ausgetrocknete Flusstäler mit einigen Bäumen am eigentlichen Ufer. Und um all das winden sich große, abgeerntete Felder mit den schon zenartigen Mustern der Traktoren. Allmählich verziehen sich die grauen Wolken und wir haben wieder blauen Himmel, allerdings weht noch immer ein kräftiger Wind, der kleine Dornenbüsche über die Straße treibt. In Bolea folgen wir spontan einem Schild zu einer Kirche. Ein Blick auf die Karte wäre auch nicht schlecht gewesen, denn die Straße führt steil in den Ort hinein, ist dann nur mehr in einer Richtung befahrbar und es wird verdammt eng. Am Dorfplatz stellen wir den LKW erst mal ab und vertagen das Problem der Rückfahrt auf später. Vom Colegiata Santa Maria la Mayor hat man eine Superaussicht über die weite südliche Ebene, dafür wird meine Frisur jedoch sehr in Mitleidenschaft gezogen! Für den Kirchenbesuch wird, wie eigentlich immer in Spanien, Eintritt verlangt und da haben wir keine Lust zu. Also schauen wir, dass wir aus dem Wind rauskommen und laufen wieder zum Hiasl zurück. Das Wendemanöver ist dann auch nicht so einfach, aber mit bisschen Rangieren klappt es und auch die Fahrt durch die 2,5 m breite Gasse mit Reklameschildern und eisernen Balkonen ist sehr spannend. Keiner sagt ein Wort und wir atmen auf, als wir endlich draußen sind. Nach ein paar Kilometern erreichen wir Loarre und machen uns gleich auf das Castillo zu besichtigen. Ein einstündiger Fußmarsch bringt uns durch wilde Macchiasträucher hinauf. Es wurde im 11. Jahrhundert erbaut und erinnert mit seinen Türmen an eine Kreuzritterburg. Wir stiefeln eine Zeit lang drin herum, aber irgendwann nervt der Wind doch arg - man muss alles festhalten, Brille, Schal, Foto - dass wir wieder mal zusehen, so schnell wie möglich zum Auto zu kommen.

 

Heute gehen wir einen Miniabschnitt des Jakobswegs von Huesca rüber in die nächste Ortschaft Aniés. Der Feldweg führt durch ausgedehnte Mandelkulturen. In Aniés ist der Hund begraben und außer einer geschlossenen Kirche gibt es da nichts. Leider auch keine Bar. Also kämpfen wir uns wieder zurück, sammeln noch fleißig Hagebutten und finden zudem noch jede Menge Mandeln auf der Straße. Da ist meine Tasche dann ganz schön schwer geworden zum Schluss! Kurz vor Loarre schweben dann ein paar Rotmilane über uns. Am Nachmittag fahren wir noch etwas und verspekulieren uns mit der Zeit, so dass wir gerade noch in der Dämmerung einen Platz für die Nacht finden. Die Strecke war aber einfach auch fantastisch! Eine kleine Bergstraße mit Blick auf die verschneiten Pyrenäengipfel, in enge Schluchten, auf einsame Dörfer. 

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Frankreich 26.10. - 04.11.2017

Von unserem Übernachtungsplatz sind es ca. zwei Kilometer hinauf nach Gordes. In den letzten Kriegstagen von den Deutschen zerbombt wurde es dann aber dank einiger Künstler und später dann - reichen - Aussteigern wieder aufgebaut und zwar vom Feinsten. Hier dominieren wieder die Steinhäuser. Außerhalb des Ortskerns kommen wir an großzügigen Villen vorbei, mit Steinmauern eingezäunt und leider alles so zugemacht, dass ich fast nirgendwo einen Blick auf Haus oder Garten erhaschen kann. Aber ein Blick in die Broschüre eines Immobilienhändlers zeigt uns, dass hier alles sehr geschmackvoll gebaut wurde, dafür geht halt unter 800.000€ kaum was. Ich glaube, ich muss noch sparen. Als wir durch alle Gassen gegangen sind, fährt uns Wolfgang, manchmal schneller als mir lieb ist, über die doch recht enge Landstraße nach L’Isle sur Sorgue. Und hier haben wir nun zum ersten Mal Probleme einen Parkplatz zu bekommen. Entweder privat oder wir sind zu hoch oder Wohnmobile dürfen nicht! Kurz vorm Aufgeben werden wir fündig und gehen in die nette Altstadt hinein. Es ist kurz nach Mittag und bald schon wissen wir, wieso heute so viel los ist. Es war Markt! Und gerade noch bauen die letzten Händler ihre Stände ab, stapeln den Müll auf Haufen und brausen davon. Schade, wenn wir das gewusst hätten, dann hätten wir nicht so rum getrödelt. Doch die Stadt ist trotzdem schön. Es haben sich hier viele kleine Kunsthandwerksbetriebe angesiedelt, die ihre Waren wie Seifen, Karten, ausgefallene Kleider, Töpferwaren usw. direkt vermarkten. Nach so viel Stadt haben wir Hunger und genehmigen uns Quiche, Soupe à Pistou, Ziegenkäse mit Wein und später noch Kaffee. Oje, nun sind wir gleich noch müder, also fahren wir gemütlich noch an Avignon vorbei bis kurz vor Tarascon, wo wir an der Rhône einen ebenen Parkplatz finden.

 

 

Tarascon hat ein wuchtiges Schloss am Ufer der Rhône, doch der Eintritt ist uns zu teuer und so stiefeln wir nur etwas im Innenhof rum, von wo man aber schon einen Eindruck von der lt. Reiseführer gelungenen Architektur gewinnen kann. Viel interessanter finde ich allerdings die Altstadt. Viele der kleinen, meist zweistöckigen Häuser sind unbewohnt, aber aus den anderen dringt orientalischer Essensgeruch aus den Fenstern und wenn sich eine Tür öffnet, kann man eine enge, dunkle und steile Treppe sehen. In den Gassen liegt ein leichter Modergeruch, der auch aus den Häusern strömt. Es ist Freitag Mittag und es eilen ein paar Männer in ihren Dschellabas aus der Moschee nach Hause. Es sieht ganz so aus, als ob in den teils schäbigen Häusern der Altstadt nur mehr Migranten oder Franzosen mit nordafrikanischer Abstammung leben. Am Nachmittag bringen wir noch unseren Wochenendeinkauf hinter uns, was in Frankreich eigentlich immer ein Vergnügen ist, und fahren dann noch sagenhafte 17 km nach Remoulins.

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Frankreich 18.10 - 25.10.2017

In der Nähe von Vence kann man eine schöne Wanderung über die „Baoux“ machen und deshalb visieren wir einen Parkplatz bei St. Jeannet an. Für 18 to freigegeben, na dann nichts wie rauf. Vorbei an wahnsinnig schönen provenzalischen Villen, aber über eine sehr schmale Straße mit sehr engen Kurven, wo wir sogar mal rückstoßen müssen - und das passiert uns so gut wie nie! - kommen wir endlich zum letzten Abzweig. Aber da steht ein Schild, dass die Straße ab hier wegen Leitungsarbeiten gesperrt ist! Also alles umsonst. Grrr! Wolfgang findet Gott sei Dank eine geeignete Stelle zum Wenden und wir rollen die ganze Gaudi wieder runter. In Tourrettes sur Loup finden wir einen passenden Stellplatz und machen uns gleich noch auf in das mittelalterliche Städtchen. Wir durchstreifen zuerst noch die Gassen mit schicken Lädchen, erfreuen uns am Klavierspiel eines Bewohners, sehen den Boulespielern zu, bevor wir uns dann doch noch in einer Bar einen Weißwein als Aperitif gönnen.

 

Wir müssen uns dringend mal wieder bewegen und starten dann nach dem Marktbesuch zu einer Runde auf den Puy de Naouri. Zuerst wieder steil hinauf durch das Villenviertel, wo man wirklich vor Neid erblassen könnte! Steinhäuser mit pastellfarbenen Fensterläden oder verputzte Häuser in Pastell mit Türmchen, mit Anbauten, Terrassen, geschmackvolle Gärten, mit Pools usw. Der Pfad danach zieht sich die Hänge hinauf durch Salbei und Thymian, Brombeeren und Ginsterbüsche. Es riecht würzig, der Himmel ist blau. Einfach wunderschön! Leider ziehen am Gipfel Wolken vorüber und wir haben dort keine Sicht bis zum Meer, aber das macht nichts. Nach fünf Stunden kommen wir hungrig und durstig wieder am LKW an.

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Italien 11.10. - 17.10.2017

Heute tauchen wir so richtig ein in die Hügellandschaft des Piemont. Sie sind nicht hoch, so um die 500 bis 600 m, kegelförmig und ringsum mit Weinreben bepflanzt. Ab und zu sehen wir auch Haselnussplantagen. Auf den Spitzen sind meist kleine Weiler oder einzelne Weingüter oder manchmal eine Kirche draufgesetzt. Die Weinlese ist schon vorüber, aber die Stöcke sind noch belaubt und die Farben der Blätter wechseln von dunkelgrün über hellgrün zu gelb, weiter geht es mit orange und dunkelrot. Es sieht phantastisch aus! In Nizza-Monferrato machen wir einen kleinen Stopp. Auch hier wieder eine belebte Altstadt mit Laubengängen beiderseits. Die Leute gehen von einem Laden zum nächsten, trinken schnell in einer Bar einen Espresso, ratschen mit einem Bekannten. Wir holen uns noch eine frische Foccaccia und fahren noch etwas weiter nach Cossano Belbo. Dort haben wir eine Wanderung auf der Karte gefunden, wir schätzen so ca. zwei Stunden. Es geht steil einen Weinberg hinauf und wir treffen auf mehrere Jäger mit orangen Westen und Gewehren. Plötzlich schießen aus dem Dickicht neben uns drei Jagdhunde heraus. Wir sind total erschrocken, und noch mehr, als wir erfahren dass heute Wildschweinjagd ist! Die Jäger sagen, dass wir auf die Wildschweine aufpassen sollen und so sind wir froh, dass uns der eine Dackel noch eine Zeitlang mit seinem Glöckchen begleitet. Die Tour ist dann doch weiter als gedacht, wir gehen von einem Hügel zum Nächsten, es ist nicht zu warm, die Luft riecht würzig und die Aussicht ist super. Als wir gar nicht mehr an die Schweine denken, entdecken wir ganz frische Spuren und es riecht sehr nach Wild. Ich seh schon die Schlagzeile vor mir: Deutsche Touristen von Keiler aufgespießt. Aber alles geht gut. Nach viereinhalb Stunden erreichen wir wieder die Ortschaft und sind schon in freudiger Erwartung auf einen Wein in der Bar. Doch die einzige hat heute zu, grr. Dann muss eben der Hiasl was aus seinen Vorräten ausspucken.

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Italien 30.09. - 10.10.2017

Wir beladen mal wieder den LKW. Nach Wolfgangs Genesung hatte nämlich auch der Hiasl noch eine OP am offenen Herzen. Zwecks mehr Power hat er eine andere Einspritzpumpe bekommen, was sich aber etwas in die Länge gezogen hat. Aber Ende September hat Chefarzt Wolfgang sein OK für eine längere Ausfahrt gegeben und so sind wir gleich mal nach Grub zum Globetrotter-Treffen von Klaus und Erika Därr bei den Bayern Kamelen gefahren. Der Ort mit dem offenen Kamelstall, in dem auch noch ein orientalisches Zelt und eine mongolische Jurte Platz finden, ist tagsüber immer Treffpunkt der Gäste und abends finden dort Diavorträge und kleine Vorträge statt. Die professionelle Show von Stefan Erdmann macht so richtig Lust auf Island. Wir treffen viele interessante Leute hier, wie z. B. Marina und Georg mit ihrem Rundhauber oder Rolf mit seinem Dodge, und haben viel Spaß mit ihnen. Am Montagabend reisen wir satte fünf km weiter in unsere alte Heimat Oberdarching. Der Plan eine Wanderung zum Münchner Wasserreservoir am Taubenstein zu unternehmen, eine damalige Feierabendrunde mit Kinderwagen oder Kraxe, ist allerdings ins Wasser gefallen. Schade! Also ab nach Puchheim, wo noch eine kleine Familienfeier stattfindet, bevor wir dann am Mittwoch endlich Richtung Süden aufbrechen.

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Deutschland 04.08. - 27.08.2017

Wolfgang geht es nun besser und zwischen zwei Fixterminen machen wir endlich mal wieder eine kleine Ausfahrt mit unserem Hiasl. Über Bad Tölz - weiter kommen wir am ersten Tag nicht -, Kempten, Konstanz geht es in den Schwarzwald. Wir lassen es langsam angehen. Wandern um den Feldberg rum. Bleiben für mehrere Tage in Freiburg auf dem Campingplatz. Wechseln dann hinüber ins Elsass. Fahren mit dem Rad den Rhein rauf und runter. Und wie immer, wenn wir hier in der Gegend sind, füllen wir bei einem Winzer unseres Vertrauens in Dambach la Ville unsere Weinvorräte auf. Nördlich von Haguenau geht’s wieder nach Deutschland.

 

Auf Wunsch eines Einzelnen besuchen wir das Auto und Technik Museum in Sinsheim. Zum Teil etwas militärlastig, aber dank der ausgestellten Flugzeuge wie Concorde, Tupolew, „Tante Ju“ und der gut restaurierten Oldtimern hat es mir wider Erwarten auch gut gefallen. Bei unserem nächsten Stopp in Amberg werden wir auf dem Womo-Stellplatz interviewt und schaffen es mit dem Hiasl sogar in die Amberger Zeitung. Die letzten Tage führen uns in den Bayrischen Wald, nach Altötting. Naja, hat mich nicht vom Hocker gerissen, ist halt nichts im Vergleich zu Lourdes! Das letzte schöne Sommerwochenende verbringen wir in meinem geliebten Truchtlaching, wo wir noch zwei entspannende Badetage an der Alz haben. Die drei Wochen sind viel zu schnell vorbei. Hoffentlich können wir bald wieder starten.

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Deutschland Mai - Juli 2017

Neben vielen Arztbesuche, Krankenhausaufenthalten und Reha für Wolfgang, gibt es jedoch auch schöne Tage während unseres ungeplanten Aufenthalts in Deutschland. Wir treffen uns mit Eltern und Freunden und unternehmen (also nicht wir, sondern Angelika) wie immer tolle Wanderungen in den bayrischen Bergen. Das ist schon auch mal wieder entspannend, wenn die Wege markiert sind und meine Waden nicht wegen dichten Gestrüpps immer aussehen, als hätte ich mit Raubkatzen gekämpft! Am LKW werden kleinere Reparaturen vorgenommen (geplatzte Wasserschläuche werden durch extrem druckfeste ersetzt und ganz wichtig das Gebläse vorne, was sich ganz schön in die Länge gezogen hat!). Auch zum TÜV müssen wir wieder, was aber Gott sei Dank recht glimpflich abgeht.

 

Während sich Wolfgang in Bad Tölz aufpäppeln lässt, besuche ich unsere Tochter in Münster. Es sind trotz viel Regens zwei tolle Wochen. Ausgerüstet mit Schirm und guter Laune sind wir viel im nahegelegenen Teutoburger Wald unterwegs. Die angekündigten „Gipfel“ sind mir allerdings nicht aufgefallen! Aber ein kleiner Unterschied zum richtigen Gebirge muss es ja geben. Sehr gut hat uns Tecklenburg gefallen, ein mittelalterliches Städtchen mit gut erhaltenen Fachwerkhäusern und viel Flair.

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Deutschland 20.04.2017 -

Tja, lange hat es nun keinen neuen Blogeintrag von uns gegeben. Der Grund: Wir sind wieder in Deutschland. Wolfgang hatte immer wieder an unterschiedlichen Stellen starke Schmerzen, als wir uns dann am Ostersonntag nach reiflicher Überlegung und aber schweren Herzens dazu durchgerungen haben, nach Deutschland zurück zu kehren. Schon im Februar, noch zu Hause, hatte ich den Verdacht auf Borreliose bei ihm, doch die Ärztin hat dies abgetan und ihn mit Ibuprofen nach Hause geschickt. Mit unseren letzten MB der griechischen SIM-Karte habe ich jedoch herausgefunden, dass alle seine Symptome auf diese Krankheit hindeuten.

 

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Griechenland 05.04. - 16.04.2017

Wir hängen bei Zampetas noch einen Tag dran: unsere Wäsche ist nicht trocken! Aber so kann Wolfgang noch einen Auslaufhahn in den Duschtank einbauen und dringende Putzarbeiten erledigen wir auch gleich noch. Zudem lernen wir hier Rita und Barni kennen, ein Schweizer Paar, das seit vier Jahren auf Achse ist. Wir erfahren viele interessante Dinge von ihnen und hoffen in unserem weiteren Reiseleben noch mehr so nette Leute zu treffen.

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Griechenland 24.03. - 04.04.2017

Heute hat uns nach dem Frühstück der Rappel gepackt und wir haben, auch wegen der funktionierenden Dusche gleich nebenan, unsere Dachfenster und dann auch noch die Dachfläche vom Dreck befreit. Es war zwar ein bisschen mühsam einen Eimer ohne Henkel nach oben zu bugsieren, aber wir haben zumindest optisch den Eindruck, dass es sauberer aussieht. Wir verlassen nun Methana und es geht weiter über enge und kurvige Straßen, mal an der Küste, mal über die Berge. Wir durchfahren kleine Dörfer, zum Teil sind sie arg zerfallen und die Häuser heruntergekommen. Olivenbäume prägen die Landschaft. Doch auch da sehen wir gepflegte und geschnittene Bäume, wie auch zugewachsene und sehr dichte Oliven. Am frühen Nachmittag erreichen wir den Kanal von Korinth. Das Navi hat uns allerdings zu der östlichsten Brücke geführt und die geht nur für Fahrzeuge bis zu 3 to. Der Kanal sieht hier nur aus wie ein ganz normaler Fluss. Also zurück und zur richtigen Isthmus-Brücke. Hier sind die Wände bis zu 80 m tief und wir sind beeindruckt, wie auch schon vor vielen Jahren. Was mir gar nicht gefällt sind die Klopapierfetzen und die Feuchttücher, die hier an Stelle von Schlössern ans Brückengeländer geknotet wurden. Ich bin auch kein Freund von diesen dämlichen Schlössern, aber Klopapier? Gerade als wir gehen wollen, entdecken wir am Westende ein Schiff, das sich auf die Kanaleinfahrt zubewegt und wir beschließen zu warten. Für die gut 3 km lange Strecke braucht das Schiff leider gut 45 Min., die wir in Sonne bratend verbringen. Dafür lässt der Kapitän das Horn kräftig tuten, als er unter der Brücke durchfährt. Der Name des Schiffes: Kapitan Erdoĝan! Weiter geht es Richtung Athen an der Küste entlang. Uns kommen ein Krankenwagen und eine Feuerwehr entgegen und bald sind wir an der Unfallstelle: ein Kleinlaster ist von der Straße abgekommen und liegt nun im Meer. Bei Kineta finden wir einen Parkplatz neben einer Bar, die aber jetzt noch nicht geöffnet hat, aber ein offenes Wlan hat. Das passt ja um den letzten Blogeintrag hochzuladen.

 

 

 

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Griechenland 12.03. - 23.03.2017

Dreieinhalb Monate in Deutschland: viele schöne Tage mit unseren Kindern, Enkeln, Eltern und Freunden in Berlin, Münster und München, aber auch viel Stress bedingt durch Hausverkauf, Umzug, diversen Krankheiten - wir vertragen halt die deutschen Viren nicht mehr - u.v.m. Gefreut hatten wir uns auch aufs Skifahren, das aber leider auch s. o. (bis auf eine kleine Skitour) nicht so ganz geklappt hat. Dafür waren wir ein paar Mal Schlittenfahren und konnten bei wunderbarem Winterwetter schöne Spaziergänge in unserer neuen Heimat unternehmen. Die ist allerdings auch nur drei Kilometer von unserer alten weg!

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